SO 12.03.2017 18 Uhr ERBDROSTENHOF Salzstraße 38 | 48143 Münster

 
»SONÃTE!«

Emilien Lefèvre Oboe
Marceau Lefèvre
Fagott
Kimiko Imani
Klavier

Sonãte! Lasst sie klingen, die Jahrestage 2017, die Freund- und Verwandt­schaften: Beethovens 190. Todestag, Brahms‘ 120., Hans Gáls 30.; Beethoven und von Weber inspirierte ein musizierender Freund zu ihren Stücken, Brahms widmete seine Sonate einem Cellistenfreund. Die Brüder Marceau und Emilien, exzellente junge Musiker, wollen sich gemeinsam mit der kongenialen Pianistin Kimiko Imani die Musik des 19. Jhs. erobern. Die Adaptionen der Drei machen Vertrautes neu. Sonãte! Lasst es klingen!

Wie Imani singen die Lefèvres auf ihren Instrumenten und spielen deren Vielfarbigkeit leidenschaftlich aus. Inhaltlich prägt das Programm die ‚Wiener Verwandtschaft‘, die klassisch-romantische Tradition. Nimmt von Weber Schubert vorweg, so findet sich der Bezug auf diesen noch im einzigen Originalwerk des Abends, in Gáls Sonate. Die sehr persönliche, melodiereich-tonale und polyphone Musiksprache des österreichisch-englischen Komponisten fußt in Schubert und Brahms. War Gál nach dem Zweiten Weltkrieg als erzkonservativ verpönt, so wird er heute wiederentdeckt. Ein innig-melancholischer Gesang, der sich aus der Tiefe ins Licht erhebt, ist das Brahmsche Thema: ein ‚Klassiker‘ des Cellos, mit dem auch Marceau Lefèvre am Fagott bannt. Berückend dazu die farbenreiche Klangfülle des Klaviers. Einen Gassenhauer Joseph Weigls, des seinerzeit populärsten Wiener Opernkomponisten, nobilitiert Beethoven in seinen Variationen. Dass er hier „die faden Leyersachen von öfters berühmtern Männern weit hinter sich zurück liess“, fand schon ein zeitgenössischer Kritiker. Dem Adagio in Webers Trio liegt eine bekannte Volksweise und „Schäfers Klagelied“ von Goethe zugrunde. Sein romantischer Schmerz rührt auf der Oboe womöglich noch mehr als auf der Flöte. Dann aber ein mitreißender Schluss in Dur. Sonãte – lasst es klingen!

Marceau Lefèvre (*1993) ist Stipendiat der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. 2014 gewann er einen 1. Preis beim int. Holzbläserwettbewerb „hülsta woodwinds“. Er studierte am Regionalkonservatorium in Avignon und am Nationalkonservatorium in Paris.

Emilien Lefèvre (*1990), studierte an denselben Hochschulen und ist seit 2012 Oboist im Orchestre de la Garde Républicaine in Paris.

Kimiko Imani (*1975), 2000 GWK-Förderpreisträgerin, machte ihr Konzert­examen bei Anatol Ugorski in Detmold. Als Kammermusikerin tritt sie, u.a. im Maurice Bourgue Trio, in Europa und Asien auf. CDs mit M. Lefèvre und P. Sokolov (ClassicClips, heute: GWK RECORDS) und dem Maurice Bourgue Trio liegen vor. Sie hat in Berlin Lehraufträge an der UdK und an der Hanns Eisler Hochschule.

PROGRAMM
Johannes Brahms (1833–1897): Sonate Nr. 1 e-Moll op. 38 für Fagott und Klavier (Original: Violoncello, Klavier)
Hans Gál (1890–1987): Sonate op. 85 für Oboe und Klavier
Ludwig van Beethoven (1770–1827): Trio B-Dur op. 11 „Gassenhauer“ für Klavier, Oboe und Fagott (Original: Klavier, Klarinette, Violoncello)
Carl Maria von Weber (1786–1826): Trio g-Moll op. 63 für Klavier, Oboe und Fagott (Original: Klavier, Flöte, Violoncello)





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