FR 16.11.2018 20 Uhr NRW.BANK Friedrichstraße 1 | Münster

 
»Saiten-Spiele«

Carlos Navarro
Gitarre

Streichquartett der Dortmunder Philharmoniker
Gesa Renzenbrink Violine Iris Plettner Violine
Hindenburg Leka
Bratsche Markus Beul Violoncello

Carlos Navarro, international gastierender Preisträger der GWK, liebt es zu tanzen; die philharmonischen Saiten-Kollegen des Gitarristen auch. So kommt es zu einer selten zu erlebenden Besetzung: Die „Königin der Zupfinstrumente“ trifft sich solistisch mit einem klassischen Streichquartett – wie zum Tanz.
Denn Tänzerisches prägt die vifen „Saiten-Spiele“ der fünf Virtuosen. Heiter beschwingt beginnen sie mit einem typischen Vivaldi. Klangstärker und -reicher als die historische Diskantlaute mit den sechs Doppelsaiten, für die der Venezianer schrieb und die untergegangen ist, kommt die Gitarre über, zumal wenn sie der Peruaner Carlos Navarro spielt. Spanische Untertöne und Stimmungen durchziehen Castelnuovo-Tedescos Gitarrenquintett, das der Italiener jüdischer Herkunft in Hollywood komponierte, wohin er 1939 emigrieren musste. Seit 1932 war er mit dem spanischen Jahrhundertgitarristen Andrés Segovia befreundet. Für ihn schrieb er zahlreiche Werke, die heute zum Standardrepertoire der Gitarre gehören, wie sein charmantes Opus 143. Italienisch-spanisch auch Boccherinis berühmtes Fandango-Quintett, in dem er die Gitarre in ihrem ganzen Klangspektrum nutzt, als Generalbass wie als Solistin: erlesene Melodien, die Stimmen sind elegant geführt, die Klangeffekte bezaubern so wie das Spiel mit der iberischen Folklore, die Boccherini in Madrid einsog, als er dort lebte. Folklore ist Pop ist Volksmusik, neu und grenzenlos: Die Melodien der Beatles sind unsterblich, was nicht zuletzt die farbenreiche Suite des kubanischen Gitarristen Leo Brouwer beweist.

PROGRAMM
Antonio Vivaldi (1678–1741): Concerto für Gitarre und Streichquartett D-Dur
Mario Castelnuovo-Tedesco (1885–1968): Quintett für Gitarre und Streichquartett op. 143
Luigi Boccherini (1743–1805): Gitarrenquintett D-Dur Nr. 4 G 448, „Fandango-Quintett“
Leo Brouwer (1939*) nach Lennon/McCartney: From Yesterday to Penny Lane




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